….. so viele Wochen sind bereits vergangen, aber noch immer fällt es mir sehr schwer – der Gedanke, dass wir nie wieder „kuscheln“ und uns „fühlen“ können schmerzt und stimmt mich oft sehr traurig😢….oh wie sehr vermisse ich euch!
Liebe Boira, Du bist am 25.08.2004 per Kaiserschnitt geboren. Vom ersten Atemzug an, war ich immer bei Dir. Mit grosser Freude und Dankbarkeit habe ich Dich und Deine 7 Geschwister am 25.08.2004 ins Haus getragen und Mama Darga hat sich liebevoll um euch gekümmert. Wir haben viele, sehr schöne Jahre zusammen erleben dürfen und dafür bin ich DIR sehr dankbar. Du bist den Weg von Mama Darga weiter gegangen und Du hast uns 29 gesunde Welpen geschenkt welche viele Familien glücklich gemacht haben. In ihnen wirst Du weiter leben….
Du warst eine ganz spezielle Hündin mit guten Menschenkenntnisse. Ich konnte mich immer auf Dich, auf Dein Verhalten verlassen wenn es darum ging, die möglichst „richtigen“ Familien für Deine Nachkommen zu wählen.
Nachdem Darga uns verlassen hatte, warst Du der „Leithund“ und Du hast das, ohne grosse „Zickereien“ ganz prima gemacht. Du warst selbständig und sicher und wusstest genau was Du willst und was nicht – das Rudel hat immer zusammen gehalten! Wir sind bis zum letzten „Schritt“ gemeinsam unterwegs gewesen🐾 mal schneller, mal langsamer und auch die Distanz haben wir immer eurem „Wohlbefinden“ angepasst. Wir waren so ein gut eingespieltes Team – „Eine für alle, alle für eine“ so auch an diesem Freitag 25. Oktober 2019. Wie immer haben wir unseren Spaziergang durch den Wald gemacht, sind nach Hause gekommen und haben den Hunger gestillt und dann „Siesta“ gemacht, alles ganz normal………… kurz vor 16:00Uhr bekommst Du eine starke „Krampfattacke“ – ich nehme Dich sofort in den Arm und beruhige Dich – der Krampf lässt nach, Gott sei dank. Ich habe sofort Kontakt mit der Tierklinik aufgenommen und mich beraten lassen. Du liegst ganz ruhig auf Deinem Sofa, ich neben Dir und ich spüre, dass etwas anders ist, ich sehe Deine müden Augen und es stimmt mich unheimlich traurig, denn ich sehe, dass Du für die grosse Reise bereit bist. Mein Herz will es nicht war haben und ich hoffe auf ein Wunder. Zwei Stunden später kommt der nächste Anfall und wieder beruhige ich Dich. Jetzt kannst Du aber weder gehen noch stehen, die Orientierung ist wirr und Dein Blick sagt mir: bitte hilf mir! Mein Herz schreit vor Schmerz und mein Verstand sagt: tue es, dass bist du ihr schuldig. Mein bester Freund soll nie für „mich“ leiden müssen und so habe ich mich entschieden, Boira erlösen zu lassen💔.
Wir haben noch auf Rolf gewartet damit sie gegenseitig noch Gefühle austauschen konnten, dann habe ich sie, nicht wie vor über 15 Jahren, ins Haus sondern aus dem Haus getragen und wir sind zur Klinik gefahren wo sie im Auto in meinen Armen ganz ruhig und entspannt auf die grosse Reise🌈 gegangen ist. Es war wieder ein 25. und es war vor der Klinik Bessy’s, wo sie geboren wurde: vom 1. bis zum letzten Atemzug😢💔 Ich habe das gemacht, wovor ich immer grosse Angst und Respekt hatte.
Wir sind nach Hause gefahren, haben Boira in ihr Körbchen gelegt und eine Kerze angezündet. Ganz ruhig und respektvoll haben Sidra und Faluga, sowie der blinde Hardy (welcher mit Noni bei uns zu Besuch war) von ihr Abschied genommen. Es ist sehr beeindruckend, wie Tiere sich verhalten. Am nächsten Morgen sind wir ins Krematorium gefahren, Sidra und Faluga haben uns begleitet.
Sonntag 27. Oktober 2019, ich gehe mit Faluga und Sidra kurz spazieren, bevor wir unseren Besuch nach Zernez fahren. Auf uns kommt ein kleffender Hund zu und Sidra springt in die Leine, fällt um und danach „humpelt“ sie einwenig. Sie bekommt ein Schmerzmittel und wir fahren gemeinsam ins Engadin. Sidra geht es immer schlechter, aber nicht wegen dem Zwischenfall, nein es ist viel schlimmer😢 Sidra war „immer“ mein Schatten, wo ich war da war auch sie……. und plötzlich bleibt sie einfach liegen, ganz flach, sie hebt kaum den Kopf. Sie ist sehr traurig, weint um Boira und ihre Kräfte verlassen sie nach und nach. Besorgt sind wir nach Hause gefahren und gleich in den Notfall. Das grosse Blutbild war soweit in Ordnung und wir wussten nicht genau woran es liegt, so sind wir nach Hause gefahren und haben gehofft, dass es am Morgen wieder besser geht.
Wir haben noch „Hanf“ bekommen damit ihre Seele etwas entspannter wird. Am Morgen, neuer Tag neuer Schock, Sidra konnte kaum in den Garten gehen, lag im Wohnzimmer auf dem Boden und ich neben ihr – diesen Blick werde ich nie vergessen😢 ich habe mit ihr gesprochen, habe ihr gesagt, dass ich sie eigentlich am liebsten „für immer“ bei mir haben möchte, aber ich möchte nicht, dass sie weiterhin leiden muss. Ich habe auch gesagt, dass sie „alleine“ auf die Resie🌈 gehen wird…….. dass ich nicht mitgehe, und ich habe ihr versprochen, dass wir uns einmal wieder sehen werden, auf der anderen Seite des Regenbogens🌈
Sidra hatte schon länger Angst- und Panikattacken, dies vor allem nachts. Sie hat bei uns im Bett geschlafen und wir konnten sie aber kaum beruhigen – irgend etwas in ihrem Kopf funktionierte nicht mehr richtig. Das heraus zu finden wäre sehr schwierig und vor allem auch ohne Behandlungsaussichten gewesen. Wir haben das mit unserem Vertrauenstierarzt besprochen.
So liegen wir zwei am 01. November 2019 auf dem Boden, ich erkläre Sidra alles und sie nickt nur mit dem Kopf als wollte sie mir einen „Stupser“ geben und sagen: es ist okay, mach’s einfach🐾 und weil ich Sidra über alles liebe habe ich in der Klinik angerufen und wir sind hingefahren, gemeinsam auf dem Weg für die letzte „grosse Reise“.
Auch Sidra ist im Auto in meinen Armen ganz ruhig eingeschlafen und mein Herz das schreit, am liebsten wäre ich mitgegangen💔. Diesen Schmerz und Gefühle kann man nicht mit Worten beschreiben. Wir sind nach Hause gefahren wo auch Sidra genau so wie Boira noch im Körbchen liegt mit einer Kerze. Jetzt ist vom Rudel nur noch Faluga welche sanft von ihrer besten Freundin Abschied nimmt. Faluga begleitet uns wieder ins Krematorium, jetzt schon zum 2. Mal innert 8 Tage. Es ist einfach unbeschreiblich traurig und für mich (uns) beginnt eine Zeit mit vielen Tiefs und Traurigkeit. Auch Faluga muss leiden, sie ist traurig, fühlt sich unsicher und so alleine und sie vermisst das Rudel sehr😢. Am Anfang wollte sie kaum spazieren gehen, sie schaute ständig zurück ob die „Anderen“ nicht doch noch kommen! Jetzt weicht sie Artgenossen aus, läuft immer in meiner Nähe und auch „Krähen jagen“ ist nicht mehr wirklich spannend. Genau wie wir braucht auch Faluga genügend Zeit, um alles zu verarbeiten. Diese Zeit möchten wir ihr auch gerne geben und sie kann so sein wie es für ihr gut passt. Sie muss keine „Lücken“ stopfen……. sie ist wie sie ist und wir lieben sie so! Wir sind dankbar, dass wir Faluga noch haben.
Es vergeht aber kein Tag ohne Gedanken an unsere Lieben im Regenbogenland🌈 und an manchen Tagen fliessen auch Tränen😢. Immer wieder spüre ich den Moment vom „letzten Atemzug“………💔
Ich liebe alle meine Hunde von ganzem ❤️ aber Sidra war mein Seelenhund – sie hat einen Teil von mir mitgenommen💞
Nichts ist mehr so wie es war – wir vermissen euch so sehr 😢
Darga – Boira – Sidra & Xenia für immer in unserem ❤️